
Robert Henrik Gärtner
Gründer des RHGI, Entwickler des Kave-Modells
Was ist Kommunikation wirklich? Wie funktioniert sie richtig? Und warum tut sie genau das so oft nicht?
Mit diesen Fragen beschäftige ich mich seit vierzig Jahren. Sie haben meinen beruflichen Weg bestimmt und schließlich zur Gründung des RHGI geführt.
Von der Sprache zur Kommunikation
Geboren wurde ich 1967. An der Philipps-Universität Marburg habe ich Germanistik, Medienwissenschaft und Kulturanthropologie studiert. Drei Fächer, die sich auf unterschiedliche Weise mit demselben Thema befassen: wie Menschen Bedeutung herstellen, vermitteln und verstehen.
Zur Theorie kam früh die Praxis. Ich bin gelernter Profisprecher und aus- und fortgebildeter Werbetexter. Wer Texte schreibt, die wirken sollen, und Stimme und Sprache professionell einsetzt, lernt schnell, wie nah Gelingen und Scheitern von Kommunikation beieinanderliegen. Der kleinste Unterschied in Wortwahl, Ton oder Beziehung zum Gegenüber kann darüber entscheiden, ob eine Botschaft ankommt oder verpufft.
Erst die Werbung, dann die Kommunikation im Allgemeinen
Zuerst ging es mir um die Werbung im Speziellen: Wie muss Kommunikation gestaltet sein, damit sie ihre Funktion erfüllt und positive Ergebnisse hervorbringt? Daraus entstand mein Fachbuch „50 Tipps für eine wirkungsvolle Zielgruppenansprache”, das bei Springer Gabler erschienen ist und dessen zweite Auflage 2018 herauskam.
Beim Schreiben wurde mir zunehmend klar, dass die Antworten über die Werbung hinausreichen. Wer verstehen will, warum Werbung wirkt oder nicht, muss verstehen, wie Kommunikation grundsätzlich funktioniert. Und wie sie gestört wird.
Diese Frage hat mich nicht mehr losgelassen.
Das KAVE-Modell
Die Antwort ist das KAVE-Modell. Ich habe es entwickelt, um Kommunikation systematisch erklärbar zu machen: als System aus Aufnahme, Verarbeitung und Emission von Informationen, eingebettet in die Beziehungen, in denen Menschen kommunizieren.
Damit lässt sich nachvollziehen, wo Kommunikation gelingt, wo sie ihre Wirkung verfehlt und warum. Das gilt für die Werbung ebenso wie für Unternehmen, Partnerschaften, Führungssituationen und gesellschaftliche Systeme.
Eine Erkenntnis hat dabei alles verändert: Kommunikation entsteht aus Beziehung, und die Beziehung existiert zuerst. Wer Kommunikationsstörungen wirklich beheben will, muss deshalb auch die Beziehung betrachten, in der sie entstehen.
Das RHGI
Aus dieser Erkenntnis ist das RHGI entstanden. Ich habe das Institut für Kommunikationsforschung gegründet, um die Grundlagen und Gesetzmäßigkeiten der Kommunikation und ihren Störungen zu erforschen, wissenschaftlich überprüfbare Erklärungsmodelle zu entwickeln und daraus Diagnosewerkzeuge und Maßnahmen zur Behebung abzuleiten.
Das RHGI ist unabhängig und forscht zugleich praxisnah. Es unterscheidet 14 Beziehungsebenen, von der Beziehung zu sich selbst bis zur Beziehung zur Umwelt, und untersucht, wie Kommunikation in ihnen wirkt. Menschen, Führungskräfte, Unternehmen und Organisationen finden hier Beratung, Diagnose und Weiterbildung.
Was mich antreibt
Mich fasziniert, wie viel in Beziehungen möglich ist, wenn Kommunikation gelingt, und wie viel ungenutzt bleibt, wenn sie gestört ist. Oft sind es keine großen Dramen, sondern kleine, unbemerkte Verluste, die sich im Alltag summieren. Sie lassen sich erkennen, erklären und beheben.
Genau daran arbeite ich: Kommunikation so zu verstehen, dass Beziehungen erfolgreicher werden können, im Privaten, in Unternehmen und in der Gesellschaft.
Lernen Sie mich kennen
Haben Sie eine Frage, eine Situation oder ein Beziehungssystem, das Sie genauer verstehen möchten? Dann lade ich Sie zu einem ersten Gespräch ein.
